Sturmlage „Ylenia“ und „Zeynep“ – 102 Einsätze

Datum: 17. Februar 2022 um 3:43
Alarmierungsart: DME, Funk, Telefonische Alarmierung
Dauer: 66 Stunden 17 Minuten
Einsatzart: TH-Sturmschaden
Einsatzort: Stadtgebiet + Nachbargemeinden
Einsatzleiter: Lutz Ertelt / Kurt Hagemann
Mannschaftsstärke: 95 + 25
Fahrzeuge: LF 10/6, TLF 8/18, MZF, ELW 1, LF 16/12, TLF 24/48, LF 8, DLK 23/12, RW, GW-L, GW-P, KdoW, MTF
Weitere Kräfte: Autobahnmeisterei , Malteser Wildeshausen , Polizei , Straßenmeisterei 


Einsatzbericht:

013 bis 114/2022 17.02.2022 03:43 bis 19.02.2022 22:00 Uhr
Sturmlage umgestürzte Bäume, Stadtgebiet Wildeshausen, umgestürzte Bäume/Sturmschäden/Führungsstelle einrichten
KdoW, LF 16, DLK, TLF, RW, LF 8, GW-L, ELW, MTF, GW-P, MTF-JF, 95 Einsatzkräfte, 3 Tage
FF Düngstrup: 20 Einsätze

(Eng) Wir möchten an dieser Stelle mit einem besonderen Einsatz-/Tätigkeitsbericht über unsere Einsätze und Maßnahmen während der Sturmlage und den damit verbundenen beiden Stürmen „Ylenia“ und „Zeynep“ informieren. Auf Grund der Vielzahl an Einsätzen (102 Wildeshausen und 20 Düngstrup) verzichten wir an dieser Stelle auf eine kleinteilige Aufzählung der einzelnen Einsätze und berichten über die gesamtheitliche Lage, die uns über 3 Tage lang umfangreich und bis über das mögliche hinaus gefordert hat:

Der Erste Einsatz kam für uns in der Nacht zu Donnerstag mit einem ersten umgestürzten Baum. Es folgten die nächsten Einsätze. Nach der Abarbeitung dieser Einsätze folgte die Nachbereitung und das Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft aller Fahrzeuge und Gerätschaften, da die zweite und noch viel heftigere Sturmlage bereits bevorstand. .Der Sturm/Orkan Zeynep forderte uns am Abend des Freitages um ein vielfaches mehr. Frühzeitig, noch bevor das Sturmtief in Wildeshausen ankam, besetzten wir nach dem Ruf unserer Führung das Feuerwehrgerätehaus in der Krandelstraße. Es wurde die Führungsstruktur mit Einrichtung der Führungsstelle geschaffen und die Fahrzeuge besetzt sowie die Kameradinnen und Kameraden auf die unterschiedlichen Einsatzfunktionen eingeteilt. Des Weiteren wurden alle Gerätschaften noch einmal überprüft und auch die rückwirkenden, zusätzlichen Gerätschaften vorbereitet.

Bereits nach recht kurzer Zeit ging es schließlich los. Wir sollten so schnell das heimische Feuerwehrhaus nicht zu Gesicht bekommen und waren über Stunden draußen und an unterschiedlichen Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet gebunden. Wir eilten nach Abarbeitung einer Einsatzstelle gleich weiter zur nächsten und kamen nicht wirklich zur Ruhe. Es galt umgestürzte Bäume zu zersägen und zu entfernen, Gebäudeteile oder umherfliegende Gegenstände zu sichern und auch Gebäude auf Schäden und ggf. Menschenrettung zu kontrollieren. Insgesamt gab es kleine und große Einsatzstellen abzuarbeiten, bei denen wir bis zum Schluss umfangreich gefordert wurden. Eine Verpflegungsstelle wurde von weiteren Kameraden oder gar Angehörigen im heimischen Feuerwehrhaus eingerichtet, um sich dort kurz auszuruhen und Energie zu tanken. Am Ende wurden auch kurze Nickerchen in jeglicher Lage gehalten, um die Reserven wieder aufzuladen. .Für alle Einsatzkräfte war es eine bis zur Erschöpfung fordernden Einsatzlage, die über Stunden und Tage anhielt. Aber: Mit all unserer Kameradschaft und Motivation haben wir es geschafft, einmal mehr zu bestehen und auch dieser fordernden Einsatzlage Herr zu werden!

An dieser Stelle möchten wir einen besonderen Dank an unsere Familien, Partner und Kinder richten, die auf uns Einsatzkräfte in dieser fordernden Zeit lange verzichten mussten und sich zuletzt sicherlich auch in der ein oder anderen Minute gesorgt haben. Nichts desto weniger haben wir auch zu Hause gefehlt, in dieser unsicheren und sturmbedingten Zeit! Ohne den Rückhalt von unseren Liebsten wäre eine solche, fordernde und vor allem konzentrierten Einsatzabarbeitung der Einsatzkräfte garnicht möglich. Natürlich möchten wir auch die Bevölkerung nicht vergessen, die uns ebenfalls unterstütz hat, ob es der Bäcker mit Brötchen oder ähnlichem war, oder aber die Bürger, die hier und da uns Süßigkeiten, Getränke oder ähnliches zur Verfügung gestellt haben; oder es war einfach nur ein Zuspruch, in dem uns für unsere Arbeit gedankt wurde, das macht Mut, motiviert und lässt uns diese Tätigkeit und unserer Ehrenamt leisten!

Abschlusswort: Wir sind müde, erschöpft, aber natürlich auch stolz auf unsere Gemeinschaft/Kameradschaft in einem so geilen Team, um in solchen Einsatzlagen bestehen zu können! Wir werden weiterhin für euch da sein…

Bilder: K. Strömer / B. Dietz / D. Müller I / S. Schmidt / R. Künnen