Geschichte-Düngstrup

Die Geschichte der Feuerwehr Düngstrup

10. Mai 1930 Gründung
Im Gasthof Besuden wird von 25 einsatzfreudigen Männern der Landgemeinde Wildeshausen die Feuerwehr Düngstrup gegründet. Zum Feuerwehrhauptmann wählt man Dietrich Munke. Eine Magirus-Tragkraftspritze (Leistung 400 l/min.) wird sogleich angeschafft. Auf einem Grundstück neben dem Gasthof wird ein Gerätehaus gebaut.

Protokoll

der Gründung der freiwilligen Feuerwehr am 10. Mai 1930 in Besudens Gasthause. Nachdem sich reichlich 20 Personen aus Düngstrup zum Beitritt erklärt hatten, wurde zur Wahl und Verpflichtung der einzelnen Posten geschritten:

Zum Hauptmann wurde D. Munke gewählt und als dessen Stellvertreter Ludwig Lüsche.


Zum Adjutant wurde Johannes Becker gewählt, als dessen Stellvertreter Otto Brinkmann und Heinrich Besuden.


Zur Bedienung des Motors wurden Franz Westerkamp, Johannes Hogeback und Heinrich Lüsche bestimmt.


Zur Bedienung der Saugrohre wurden Heinrich Dierßen und Heinrich Hespe gewählt.


Zum Rohrführer wurden Joh. Rohje jun. Friedrich Peters und Georg Horstmann gewählt. Schlauchmeister wurden Joh. Rohje sen. Hermann Funke und Johann Hogeback. Der Rest der Mitglieder wird als Bedienungsmannschaft bei den Schläuchen verwandt, sodann wurden die Anwesenden vom Hauptmann durch Handschlag an Eidesstatt auf ihr Amt verpflichtet.


Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben.
gez. Munke   gez. Hogeback

H. LüscheJosef HogebackJohannes HogebackFriedrich Peters
B. HogebackOtto BrinkmannH. DierßenJoh.Rohje jun.
Joh. Rohje sen.Georg ScheweHeinrich SeemannWilhelm Seemann
Hermann FunkeGeorg HogebackKarl HogebackFr. Westerkamp
L. LüscheH. HespeD.MunkeJoh. Hogeback
Heinrich BesudenGe. HorstmannHermann BesudenA. Munke
Wilh. Schröder   

Für die richtige Abschrift.
Becker

15. April 1931 Es wird über die Anschaffung eines Schlauchwagens für 300 Reichsmark nachgedacht. Der dann auch angeschafft wird und in dem neu erbauten Gerätehaus seinen Platz findet.

1932 Durch die Verwaltungsreform des Landes Oldenburg wurden die Landgemeinde Wildeshausen und die Stadt Wildeshausen zu einer Gemeinde zusammengelegt. Die Stadt Wildeshausen verfügte somit über zwei Feuerwehren, die Wehr Düngstrup und die Wehr Wildeshausen.

1945 Die Wehr erhält eine Rosenbauer-Tragkraftspritze (Leistung 800 l/min.) zusätzlich einen Anhänger für die TS.

1947 Es wird ein amerikanisches Dodge – Allradfahrzeug angekauft und zum Mannschafts- und Zugfahrzeug des Anhängers umgebaut.

31. Mai 1950 Ein Bauplatz für das Feuerwehrgerätehaus in Düngstrup wird gesucht.

Auszug aus den Protokollbüchern der Stadt Wildeshausen: 
5) Bauplatz für das Feuerwehrgerätehaus in Düngstrup

Siehe Bericht des Verw. Ausschusses vom 31.3.1950 Ziffer 8)
Laut Beschluss der Gemeindeverwaltung vom 4.4.1950 Ziffer 10) ist die Angelegenheit bis zur völligen Klärung zurückgestellt worden. Aus den Verhandlungen der Ausschüsse und der Verwaltung ist Folgendes zu berichten:

Der Straßen- und Wegeausschuss hat bei einer Besichtigung im Dorfe Düngstrup am 19.4.1950 an Ort und Stelle den vorgeschlagenen Bauplatz besichtigt. Dabei wurde der Vorschlag gemacht, das Gerätehaus auf der Weide des Bauern Heinrich Hespe zu errichten. Die Verhandlungen führten zu keinem abschließenden Ergebnis. Am 25.4.1950 erschien der Bezirksvorsteher Heinrich Dierßen und erklärte, dass nach Rücksprache mit dem Bauern Hespe dieser nicht gewillt sei, einen Teil seiner Weide für die Errichtung eines Feuerwehrgerätehauses abzugeben.

Dierßen trug vor, das Gerätehaus auf der der Stadt gehörigen Wasserstelle, neben dem Haus des Bauern Friedrich Ahlers, eingangs des Dorfes, zu errichten. Die Arbeiten für die Aufschüttung des Geländes würden die Bauernschaften der Gemeinde gemeinsam übernehmen. Der Verw. Ausschuss erklärte sich mit dem Vorschlag des Bezirksvorstehers Dierßen einverstanden. Eine telefonische Rücksprache mit dem Ratsherren Friedrich Ahlers ergab, dass auch er gegen diese Regelung nichts einzuwenden habe, wenn das Dorf diesen Vorschlag bringe.

Vorschlag des Verw. Ausschusses: Die Gemeindevertretung möge beschließen: „Die Gemeindevertretung ist mit dem Vorschlag des Bezirksvorstehers Dierßen , wonach das Feuerwehrgerätehaus für Düngstrup auf der Wasserstelle neben dem Haus des Bauern Friedrich Ahlers, Parzelle 46/95, groß 2000 qm, errichtet werde soll, einverstanden. Die Verwaltung wird beauftragt, alle weiteren Schritte zu unternehmen.“

Der Vorspannwagen für die Freiwillige Feuerwehr in Düngstrup ist fertig gestellt. Da eine Unterbringung in Düngstrup nicht möglich ist, ist die Errichtung eines Gerätehauses erforderlich geworden. Da ein geeigneter Bauplatz nicht vorhanden ist, schlägt die Ortschaft Düngstrup folgenden Tausch vor: Der Bauer Friedrich Ahlers, Düngstrup, gibt von seinem Obstgarten zwischen Munke und Besuden 800 qm ab und erhält dafür den sogenannten Pohl, der etwa dieselbe Quadratmeterfläche aufweist. Der Verw. Ausschuss erklärt sich mit dem Vorschlag einverstanden.

Die Gemeindevertretung möge beschließen: Der von der Ortschaft Düngstrup vorgeschlagene Grundstückstausch zwischen dem Bauern Friedrich Ahlers, der ca. 800 qm von seinem Obstgarten abgibt und der Stadtgemeinde Wildeshausen, die dem Bauern Ahlers dafür den sogenannten Pohl vor seinem Haus austauscht, wird genehmigt. Alle weiteren Schritte sind von der Verwaltung zu veranlassen.

Im Feuerwehrgerätehaus in Düngstrup soll eine Wohnung erstellt werden. Für die Finanzierung der Baukosten ist die Bereitstellung eines Darlehens aus der Wohnungsbauabgabe in Höhe von 1500,- DM erforderlich. Ratsherr Richard Kluge stellt den Dringlichkeitsantrag, der von dem Ratsherrn Bernhard Iken unterstützt wurde, für die Errichtung einer Wohnung im Feuerwehrgerätehaus in Düngstrup ein Darlehen von 1500,- DM der Stadtgemeinde Wildeshausen aus der Wohnungsabgabe zur Verfügung zu stellen. Der Dringlichkeitsantrag wurde einstimmig angenommen und nachstehender Beschluss gefasst: „Für die Errichtung einer Wohnung im Feuerwehrgerätehaus in Düngstrup wird der Stadtgemeinde Wildeshausen ein Darlehen von 1500,- DM zur Verfügung gestellt.“

Um die Wohnung in dem Feuerwehrgerätehaus in Düngstrup haben sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Alfons Hogeback und Friedrich Häfker beworben. Die Freiwillige Feuerwehr in Düngstrup hat die Gemeindevertretung gebeten zu entscheiden, an wen die Wohnung vergeben werden soll. Ratsherr Hermann Debbeler stellte den Antrag auf geheime Abstimmung. Die darauf durchgeführte Stimmzettelwahl hatte folgendes Ergebnis: 9 Stimmen für Friedrich Häfker und 6 Stimmen für Alfons Hogeback. Hierauf wurde folgender Beschluss gefasst: „Die Neubauwohnung im Feuerwehrgerätehaus in Düngstrup wird an Herrn Friedrich Häfker in Thölstedt vergeben“.

 

25. Mai 1952 Das neue Spritzenhaus mit Schlauchturm und eine Wohnung für den Gerätewart werden eingeweiht. 

5. Mai 1955 Eine Tragkraftspritze TS 8 der Marke Balke wird angeschafft.

1961 Der Dodge wird gegen ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8 Borgward) ausgetauscht.

1973 Der Landkreis Oldenburg stellt ein Tanklöschfahrzeug (TLF 8 Unimog) zur Verfügung.

1975 Das Feuerwehrhaus wird um zwei Garagenplätze erweitert. Die ehemalige Garage wird zum Gruppenraum umgebaut.

1977 Wird ein von einem Wildeshauser Tiefbauunternehmen gespendeter VW Transporter zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut.

1980 Der VW Transporter wird gegen einen neuen VW Transporter mit Doppelkabine ausgetauscht.

1987 Beschafft die Stadt Wildeshausen als Ersatz für das seit 1961 im Einsatz stehenden Borgward ein LF 8 auf Iveco Fahrgestell.

1987 Wird der vom Landkreis Oldenburg zur Verfügung gestellte (TLF 8 Unimog) übernommen.

11.10.1993 Wird der in die Jahre gekommene TLF 8 Unimog, durch einen neues TLF 8/18 Unimog ersetzt.

22.09.2000 Ein Kundendienstfahrzeug (VW Bus 9 Sitzer Baujahr 1997) der Firma Nutzfahrzeuge Hüffermann in Wildeshausen wir angekauft und zum MTW umgebaut.

27. 02. 2010 Übergibt der Bürgermeister Prof. Kian Shahidi das neue LF 10/6 Ziegler an die Feuerwehr Düngstrup. Die Pastoren Matthias Selke von der evangelischen Kirche und Holger Kintzinger von der katholischen Kirchengemeinde gestalten gemeinsam eine ökumenische Andacht und segnen das Fahrzeug ein.

13. Januar 2017 Indienststellung eines neuen MZF

Die Brandmeister von 1930 - 1988

1930 – 1933
Diedrich Munke

1933 – 1939
Ludwig Lüsche

1939 – 1942
Hans Becker

1942 – 1945
Heinrich Seemann

1945 – 1970
Friedrich Peters

1970 – 1988
Bernhard Bleydorn